Überblick über das Konzept der SI-Mototherapie®

SI-Motodiagnostik®

  • Sprach-, Lern- und Verhaltensstörungen liegen Störungen der sensomotorischen Basisfunktionen zugrunde
  • Die SI-Motodiagnostik untersucht die Sensomotorik als Basis für die Entwicklung von Sprache, Lernen und Verhalten
  • Die SI-Motodiagnostik untersucht die Art der Abweichung der sensomotorischen Entwicklung im Zusammenhang mit Auffälligkeiten im Lern- und Sozialverhalten

Ziel der Motodiagnostik ist, zwischen der individuellen Symptomatik und den Störungen der Sensorischen Integration, den Zusammenhang herzustellen.

Da ähnliche Symptome verschiedene Ursachen haben und unterschiedliche Funktionen betreffen können, ist dieser Zusammenhang nicht mit standardisierten Verfahren festzustellen.

Zu Beginn steht die ärztliche Diagnostik, um eine verursachende Krankheit, wie Stoffwechselstörungen, neurologische Krankheiten, Anfallskrankheiten, Sinnesbehinderungen auszuschließen oder festzustellen.

Die Untersuchung durch SI-Mototherapeuten® erfolgt auf drei Ebenen:

  • motorischer Befund
  • sensorischer Befund
  • zentrale Verarbeitung

Zusammenfassung und Beurteilung
Die Bedeutung der sensomotorischen Störungen als Ursache für die Diagnose / Problemstellung wird bewertet und bei einem Zusammenhang mit den Symptomen ein Förderplan erstellt.

SI-Mototherapie®

Die SI-Mototherapie ist ein an der sensomotorischen Entwicklung orientiertes Übungskonzept.

  • Die Übungen wiederholen die frühkindlichen Bewegungsmuster in strukturierter und systematischer Weise.
  • Übungen werden ergänzt durch basale Stimulation des taktilen, kinästhetischen und vestibulären Bereichs, durch Halte- und Stützübungen und die Bewegungsbausteine stützen, rollen, drehen, robben, krabbeln.
  • Durch die Integration der verschiedenen Konzepte (Jean Ayres, Beatrice Padovan, Goddard/Blythe, Kesper/Hottinger) aus der Bewegungstherapie ist gewährleistet, dass für jedes Kind ein passendes Förderprogramm zusammengestellt werden kann.

Indikationen

Die SI-Mototherapie hat sich bewährt bei:

  • Sprachstörungen: Sprachentwicklungsverzögerungen, Dyslalien, Dysgrammatismus, Wortfindungsstörungen, Stottern
  • motorischen Störungen: graphomotorischen Störungen, Dyspraxien
  • sensorischen Störungen: Gleichgewichtsstörungen, propriozeptiven und dyspraktischen Störungen
  • Verhaltensstörungen: Aufmerksamkeitsstörungen, Hyperaktivität, Aggressivität, autistischen Verhaltensweisen
  • Lernstörungen: Lese-Rechtschreibschwäche, Dyskalkulie

Ziele

Durch die Förderung der Basisfunktionen erreichen wir die…

  • Verbesserung der Handlungsfähigkeit und Kommunikation
  • Verbesserung des Sozialverhaltens (Freunde, Rollenspiele, Familie)
  • Verbesserung des Sprechens und der Sprache
  • Verbesserung des Lernverhaltens (Konzentration, Ausdauer, Lernbereitschaft, Frustrationstoleranz)
  • Verbesserung des Lernens (Lesen, Schreiben, Rechnen)

…sodass die soziale Integration in Familie und Umfeld zu befriedigenden Beziehungen führt. Die Verbesserung von sensomotorischer Integration führt dazu, dass pädagogische Förderprogramme mehr Erfolg haben.